Über uns

Stadtwerke Glückstadt - ein starkes Team damals und heute

Vor mehr als 160 Jahren nahm die Stadt Glückstadt ihre Energieversorgung selbst in die Hand. Die Stadtvertreter beauftragten das damals privat betriebene Gaswerk, die Stadt Glückstadt mit Gas zu versorgen, um die Hauptstraße zu beleuchten. Damit war der Grundstein für die heutigen Stadtwerke Glückstadt gelegt. Mehr über die energetische Geschichte Glückstadts und ihrer Energieversorgung erfahren Sie in der Rubrik Unternehmensgeschichte.

Heute stehen die Stadtwerke Glückstadt für eine sichere Versorgung mit Energie, Trinkwasser und Fernwärme. Seit 2015 bieten wir unseren Kunden außerdem hochmoderne Glasfasertechnik an. Als Betreiber des Fortuna-Bades und des Glückstädter Binnenhafens schaffen wir attraktive Anlaufpunkte in unserer Stadt. Die Mitarbeiter des Kommunalen Service pflegen die Grünanlagen, reinigen die Straßen und Verkehrsschilder. Auch der Winterdienst und die Entsorgung der Grünabfälle gehören zu unseren Aufgaben.

Die nachhaltige Energieversorgung liegt uns am Herzen und wir gestalten die Energiewende verantwortungsbewusst und aktiv mit. Auf umweltschonende Weise erzeugen wir Fernwärme und Strom gleich in zwei eigenen Blockheizkraftwerken. Dadurch sparen wir pro Jahr etwa 400 Tonnen CO2-Emissionen ein.

Als attraktiver Arbeitgeber bieten wir den Menschen in unserer Region Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen. Als Auftraggeber für ortsansässige Firmen, als Investor und als Steuerzahler stärken wir unserer Region finanziell den Rücken.

Unternehmensstruktur & Standorte

Die Stadtwerke Glückstadt GmbH, die Stadtwerke Itzehoe GmbH und die Stadtwerke Wilster als Eigenbetrieb kooperieren in der Stadtwerke Steinburg GmbH. Gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Kommunalservice Itzehoe sind wir Ihr Energie- und Infrastrukturdienstleister für Haushalt, Gewerbe und Industrie in den Städten Itzehoe, Glückstadt und Wilster sowie im Kreis Steinburg.

Die wichtigsten Zahlen zu den Stadtwerken Glückstadt können Sie unserem aktuellen Geschäftsbericht entnehmen.

Zahlen und Fakten

Zahlen und Fakten

Versorgungssicherheit mit Qualitätssiegel

Versorgungssicherheit mit Qualitätssiegel

Zur Gewährleistung einer sicheren Versorgung halten wir eine effiziente Organisation mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern vor. 2015 wurden die Stadtwerke Glückstadt und Itzehoe erneut und erstmalig auch die Stadtwerke Wilster erfolgreich nach TSM geprüft. Die Zertifizierung bestätigt, dass die Stadtwerke über eine qualifizierte personelle und technische Ausstattung sowie eine professionelle Organisation verfügen, die eine sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Versorgung der Kunden mit Strom, Gas und Wasser gewährleistet. Zu diesem Ergebnis kamen der DVGW und das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FFN) im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE), nachdem ihre TSM-Experten alle operativen Bereiche des Unternehmens vor Ort detailliert überprüft hatten.

Für eine lebenswerte Zukunft sozial und gesellschaftlich engagiert

Als lokales Stadtwerk sind wir ein Teil dieser Stadt und mit den Glückstädtern in ganz besonderer Weise verbunden. Neben unserem Versorgungsautrag unterstützen wir deshalb das gesellschaftliche Leben vor Ort in all seinen Facetten:

  • Sportlich setzen wir uns in Form von Sportsponsoring für die Kinder- und Jugendarbeit verschiedener Sportvereine ein.
  • Kulturell fördern wir Veranstaltungen wie die Glückstädter Matjeswochen und Konzerte des Schleswig-Holstein Musikfestivals.
  • Aktuell tragen wir als Partner des Stadtjubiläums in Glückstadt dazu bei, dass unsere 400-Jahrfeier ein Erfolg wird.

So wie wir es mit der Energie halten, entscheiden wir auch über unsere Sponsoringaktivitäten. Sie müssen vor allem eines sein: nachhaltig!

Karriere: Attraktive berufliche Perspektiven

Ein regionales Unternehmen wie die Stadtwerke Glückstadt bietet attraktive Aufgaben und Arbeitsplätze für Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationen. Wer z. B. eine Ausbildung bei uns macht, lernt uns gleich von Grund auf kennen.

Stellenangebote

Stellenangebote

Derzeit verfügen wir über keine freien Stellenangebote.

Unternehmensgeschichte

1703 - 1858

1703 - 1858

1703
Die Glückstädter Wasserversorgung erfolgte bis zum letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts nicht nur - wie allgemein üblich - über die direkte Entnahme von Wasser aus der Elbe, aus Sielen und Gräben, sondern über die "Wasserkunst", ein raffiniert angelegtes System, das Ebbe und Flut ausnutzte.

Über ein Wehr bei der "Dogge" (ehemaliges Gelände der Firma Gehlsen), das bei Flut geöffnet wurde, floss das Elbwasser in die heutigen Festungsgräben. Als Wasserreserve-Becken diente das Batardeau. Von dort aus floss das Wasser in einen 1703 unter dem Marktplatz angelegten Tiefbrunnen. Das Brunnenhaus dieser Anlage steht heute auf dem Marktplatz.

1822
Erstmals wird eine Straßenbeleuchtung in Glückstadt errichtet. Die Stadt nimmt 70 Laternen mit dem Brennstoff Tran in Betrieb.

1855
Durch die Initiative des Glückstädters J.H. Trede wird auf dem heutigen Stadtwerkegelände neben der Bahnanlage die "Gasanstalt" gebaut und betrieben. Sie ist damit eines der ältesten Gaswerke in Schleswig-Holstein. Die Beleuchtung der Straßenlaternen wird daraufhin auf "Röhrengas" umgestellt.

1890 - 1898

1890 - 1898

1890
Aufgrund der Verstaatlichung der Marschbahn durch den preußischen Staat werden die bisherigen Aktionäre großzügig entschädigt. Der Stadt stehen somit die Mittel für den Aufbau einer zentralen Wasserversorgung zur Verfügung.

Es wird ein Elbwasserwerk an der Ecke Kommandantengraben / Neuendeich errichtet. Elbwasser wird bei Flut den sogenannten "Weißen Kuhlen" zugeführt. Nach dem Durchlaufen zweier Kiesfilterbecken - heute befinden sich an ihrer Stelle die Schwimmbecken des Fortuna-Bades - wird es in 20 Meter über NN liegenden Wasserturm gepumpt.

1891
Am Weihnachtsabend fließt das erste Mal filtriertes Elbwasser in die Glückstädter Haushalte.

1894
In der Korrektionsanstalt, dem frühen Gefängnis, brennt als Erstes elektrisches Licht in Glückstadt.Von einer Dampfmaschine angetriebene Dynamomaschine versorgt 400 Glüh- und Bogenlampen mit Strom.

1897
Da die Glückstädter immer häufiger über die mangelnde Qualität des gelieferten Gases klagen, beschließen die städtischen Gremien,die Anlage für 95.000 Goldmark von den Erben des Gründers zu kaufen. Damit beziehen die Glückstädter ab dem 1. September 1897 städtisches Gas.Organisatorisch wird der Gasbereich mit der 1890 für die zentrale Wasserversorgung gegründeten Dienststelle zusammengeführt. Die technischen Anlagen werden nach dem Kauf erheblich ausgebaut.

1905 - 1930

1905 - 1930

1905 - 1913
Es erfolgt die erste Auswechslung des Rohrnetzes. Dieses Netz bleibt noch bis in die 60er Jahre im Betrieb.

1913
An Weihnachten 1913 wirbt ein Schild im Schaufenster eines Geschäftes mit der Aufschrift: "Abends ist mein Fenster beleuchtet." Denn 1913 war nach langer Überlegung der Weg frei: es wurde ein Vertrag mit der Unterelbe AG Altona, einer Vorläufergesellschaft der späteren Hamburgischen Elektrizitäts-Werke, für die Stromlieferung abgeschlossen. Ende Dezember 1913 erstrahlt erstmal elektrisches Licht in Glückstädter Wohnungen. Der Energiebedarf wuchs danach sehr schnell. Das Wasserwerk erhielt eine elektrisch betriebene Kreiselpumpe, Firmen stellten Maschinen und Beleuchtung um und in der Stadt wurden elektrische Feuermelder sowie eine elektrisch betriebene Sirene installiert.

1920
Die Verschmutzung der Elbe und das weitere Vordringen von Salzwasser mit der Flut verursachen unerträgliche hygienische Zustände in der Wasserversorgung. Deshalb befasste  man sich mit dem Bau eines Grundwasserwerkes, konnte es sich aber finanziell nicht leisten.

1926
Durch die am Norderfleth errichtete Transformatoren-Station können die Stadtwerke ihren Kunden eine konstante Energieversorgung anbieten. Die Anlage wurde 1987 abgerissen und die Technik in einem gegenüberliegenden Neubau untergebracht.

Die Gaserzeugung erfolgte bis 1926 in so genannten Retortenöfen. Dabei traten immer wieder Schwierigkeiten in den Erzeugungsanlagen auf. Sie wurden durch das Alter der Öfen, die erstmalig 1898 erneuert worden waren, verursacht. Aber auch die Erschütterungen, die die zusätzliche Inbetriebnahme eines 2. Eisenbahngleises in der Nähe des Ofenhauses im Jahre 1907/08 mit sich brachten, führten schließlich 1926 zum Bau einer neuen Erzeugungsanlage mit Vertikalkammeröfen. Diese wurden dann bis zur Außerbetriebstellung der Gasanstalt im Jahre 1956 genutzt.

Anfang der 1930er Jahre
Die ersten elektrischen Straßenleuchten werden in Glückstadt aufgestellt.

 

 




1936 - 1960

1936 - 1960

1936
45 Jahre mussten die Glückstädter mit der filtrierten Elbwasser-Lösung leben. 1936 wird das Wasserwerk Krempermoor in Betrieb genommen. Die Entscheidung hierz fällt  im Zusammenhang mit dem Bau der Glückstädter Marinekaserne. Die Qualität des Wassers, das bis zur Inbetriebnahme des Wasserwerks aus der Elbe kam, war den Soldaten nicht gut genug. Die Aufgabe des Aufbaus einer zentralen Wasserversorgung wurde einer neu gebildeten Dienststelle übertragen - sie ist die Vorläuferin der heutigen Stadtwerke!Gefördert werden täglich ca. 5.000 m³ aus 40 bis 60 Meter tiefen Brunnen. Nach der Aufbereitung und Analyse wird es über die von den Stadtwerken betriebenen Fernleitungen in die Tiefbehälter Burggraben und Am Keil geleitet. Von hieraus verfolgt heute die Versorgung des Glückstädter Stadtgebietes sowie der Gemeinden Kremperheide und Borsfleth.

1948
Die Stadtwerke übernehmen die Ferngaslieferungen nach Krempe.

1956
Die Ferngaslieferung nach Krempe wird als erster Abschnitt in das Ferngasversorgungssystem der damaligen Hamburger Gaswerke (heute Heingas) mit einbezogen. Die Stadtwerke stellen ihre eigene Gaserzeugung ein und übernehmen das Erdgas der Hamburger Gaswerke.

1965 - 1999

1965 - 1999

1965
Der Wasserturm wurde aus technischen Gründen außer Betrieb genommen, Es erfolgte die vollständige Umstellung des Betriebes auf den 1960 mit einem Fassungsvermögen von 1000 cbm erbauten Tiefspeicher an der Bohnstraße. Von hier aus wird das Wasser mittels einer Druckerhöhungsanlage in das Rohrnetz gepumpt.1966Mit der Erschließung des Neubaugebietes Tegelgrund stehen Stadt und Stadtwerke vor der Frage, welche Primärenergie den Grundstückskäufern für die Heizung und Warmwasseraufbereitung angeboten werden soll. Der stadtplanerische Grundgedanke geht dabei davon aus, eine ökologisch orientierte Stadtplanung mit der Schaffung eines attraktiven Wohnumfeldes zu verbinden. Wesentlicher Bestandteil des ökologischen Planungskonzeptes ist auch, dass die Stadtwerke für den gesamten Stadtteil die die Versorgung mit umweltfreundlicher und sicherer Fernwärme versorgen. Dieses Energieversorgungssystem wurde im Grundsatz bereits vor 2000 Jahren von römischen Ingenieuren ersonnen. Fernwärme wird heute mit bis zu 90 Grad heißem Wasser über geschlossene Leitungssysteme zum Kunden transportiert.

1998
Liberalisierung der Märkte

 

 

2000 - 2013

2000 - 2013

2000
In Deutschland wird der Ausbau der Fernwärme mit dem Gesetz zum Schutz der Stromversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplung forciert.

2002
Es wurden insgesamt 1,6 Millionen cbm Wasser an die privaten Haushalte sowie an Industrie und Gewerbe geliefert. Die Kapazität des Wasserwerkes und der Versorgungsleitungen reicht aber aus, um auch einen steigenden Bedarf abzudecken.
An das inzwischen auf 134 km ausgebaute Leitungsnetz sind etwa 5.200 Haushalte angeschlossen. Die Kapazitäten des Netzes sind so ausgelegt, dass eine 100 prozentige Versorgung der Stadt sichergestellt ist. Die Absatzmenge beträgt in dem Jahr 22,6 Mio. Kubikmeter. In einem Zeitraum von etwa 40 Jahren hat sich der Verbrauch damit fast verneunfacht.

2005
Die Glückstädter Gasversorgung wird 150 Jahre alt

Am 8. Juli 2005 wird das Energiewirtschaftsgesetz novelliert. Danach müssen die von Energiekonzernen geplanten Preiserhöhungen für die Netzentgelte vorab genehmigt werden. Es handelt sich um den Übergang vom bisher verhandelten zum regulierten Netzzugang für Strom und Erdgas. Die Bedingungen des Netzzugangs werden seitdem durch die Regulierungsbehörde, der Bundesnetzagentur, vorgegeben.

2008
Die Stadtwerke Glückstadt kooperieren mit der Stadtwerke Itzehoe GmbH in der Stadtwerke Steinburg GmbH.

2013
Übernahme neuer Netze, z. B. das der Stadt Krempe