Historie der Stromversorgung

1822

Die ersten 70 Laternen mit Tran als Brennstoff wurden aufgestellt.

1855

Nach dem Bau der Gasanstalt 1855 wurde die Beleuchtung der Straßenlaternen auf "Röhrengas" umgestellt.

1878

Technisch hat die Dynamomaschine ihre Kinderkrankheiten überwunden und die ersten Bogenlampen flammten in der Venusgrotte auf. Damit hatte König Ludwig II auf Schloss Linderhof das erste fest installierte Kraftwerk der Welt.

1884

In Berlin entstand bereits die erste sogenannte Blockzentrale, die einen Wohnblock mit Strom versorgte. Technisch war damit der Weg für die Elektrifizierung der Städte frei, aber große Teile der Bevölkerung hatten Angst vor dem Schreckgespenst "Kurzschluss". Bis das elektrische Licht in Glückstadt erstrahlte, war es ein sehr langer Weg. Zur Gas- und Wasserversorgung hatten die städtischen Gremien eine positivere Einstellung als gegenüber der Elektrizität. Und so mussten immer wieder neue Gutachten angefertigt werden. Die Sparte der Stromversorgung ist der jüngste Aufgabenbereich der Stadtwerke Glückstadt.

1894

In der Korrektionsanstalt, dem früheren Gefängnis, gab es elektrisches Licht. Dort versorgte eine Dynamomaschine, die von einer Dampfmaschine angetrieben wurde, 400 Glüh- und 3 Bogenlampen mit Strom.

1897

Die in der Stadt installierten Fernsprecher wurden mit Batteriestrom betrieben.

1913

Die Bürger hatten bei zu diesem Zeitpunkt abends bei Petroleumlicht gesessen oder zu Kerzen und Karbidlampen gegriffen. Und wenn die Glückstädter heute den Lichtschalter betätigen, werden sie wohl nicht daran denken, dass erstmals Ende Dezember 1913 in den Wohnungen elektrisches Licht erstrahlte. Und Weihnachten 1913 wies eine schwarze Hand im Schaufenster eines Geschäftes auf ein Schild, auf dem es hieß: "Abends ist mein Fenster beleuchtet."
Denn 1913 war dann nach langer Überlegung der Weg frei: es wurde ein Vertrag mit der Unterelbe AG Altona, einer Vorläufergesellschaft der späteren Hamburgischen Elektrizitäts-Werke, für die Stromlieferung abgeschlossen.
Der Energiebedarf wuchs danach sehr schnell. Das Wasserwerk erhielt eine elektrisch betriebene Kreiselpumpe, Firmen stellten Maschinen und Beleuchtung um und in der Stadt wurden elektrische Feuermelder sowie eine elektrisch betriebene Sirene installiert.

1924

Die NORAG, Vorgängerin des Norddeutschen Rundfunks, ging auf Sendung, so konnten auch die Glückstädter den Stimmen- und Musikfetzen aus dem Äther lauschen. Es gründete sich ein Radioclub und im Kino gab es jetzt elektrisch angetriebene Vorführgeräte.

1926

Die am Norderfleth errichtete Transformatoren-Station ermöglicht den Stadtwerken eine konstante Energieversorgung anzubieten. Die Anlage wurde 1987 abgerissen und die Technik in einem gegenüberliegenden Neubau untergebracht.

 

1929

Der Bau einer Überlandleitung , hier bei Harrislee, war seinerzeit ein beachtliches Schauspiel, das viele Zuschauer anlockte.

 

Anfang

derl30er

Die ersten Elektroleuchten wurden in Glückstadt aufgestellt.

1966

Es erhellten immer noch 219 Gas- und erst 205 Elektroleuchten die Straßen und Plätze Glückstadts.